Dinslaken. Vom 30. Mai bis zum 6. Juni durfte das Gustav-Heinemann-Gymnasium eine Schülergruppe aus Georgien in Dinslaken begrüßen. Der Besuch bildete den Gegenbesuch zum Austausch mit der 1. Öffentlichen Schule in Kachati, deren deutsche Partner die Schülerinnen und Schüler bereits Anfang Mai in Georgien besucht hatten.
Für die georgischen Gäste bot sich damit eine einmalige Gelegenheit, Deutschland kennenzulernen, neue Freundschaften zu schließen und den Alltag ihrer deutschen Austauschpartner hautnah zu erleben. Möglich wurde dies auch durch die Unterstützung der Stiftung West-Östliche Begegnung in Berlin, die den Austausch fördert.
Zum abwechslungsreichen Programm gehörten eine Rallye durch die Dinslakener Innenstadt sowie ein Besuch des Stadtmuseums Voßwinckelshof. Ein besonderer Höhepunkt war der Empfang im Rathaus. Bürgermeister Simon Panke begrüßte die Gäste herzlich und stellte in einem anschaulichen Vortrag die Geschichte der Stadt Dinslaken vor.
Für eine besondere Überraschung sorgte anschließend der Bergmannschor MGV Concordia. Die Sänger präsentierten bekannte Klassiker des Ruhrgebiets, darunter das Steigerlied. Großen Applaus erhielt jedoch vor allem eine eigens einstudierte Bearbeitung eines georgischen Volksliedes. Der aus Georgien stammende Chorleiter Jurij Dadiani hatte das Stück mit den Sängern vorbereitet und schlug damit eine musikalische Brücke zwischen beiden Ländern. Zum Abschluss sangen deutsche und georgische Gäste gemeinsam – auf Deutsch und Georgisch. Ein bewegender Moment, der vielen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird.
Auch am Gustav-Heinemann-Gymnasium erhielten die Gäste vielfältige Einblicke in das deutsche Schulleben. Sie lernten das neue Schulgebäude kennen und nahmen gemeinsam mit ihren Austauschpartnern am Unterricht teil. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich, aber auch wie ähnlich der Schulalltag in beiden Ländern sein kann.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand zudem das gemeinsame Projekt „Alltag im Doppelbild“. Deutsche und georgische Schülerinnen und Schüler filmten Szenen aus ihrem Alltag und setzten diese zu einem gemeinsamen Kurzfilm zusammen. Das entstandene Video zeigt eindrucksvoll Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Leben junger Menschen in Deutschland und Georgien. Präsentiert wurde das Projekt anschließend in verschiedenen Klassen des Gymnasiums.
Darüber hinaus standen gemeinsame Ausflüge nach Essen, Oberhausen und Düsseldorf auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler besuchten die Ausstellung „Mythos Wald“ und nahmen im Kunstpalast Düsseldorf an einem Workshop zum Thema Impressionismus teil.
Der Austausch zeigte eindrucksvoll, wie wichtig persönliche Begegnungen für das gegenseitige Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Länder und Kulturen sind. Für die georgischen Gäste war die Reise nach Deutschland ein besonderes Erlebnis, für die deutschen Schülerinnen und Schüler die Fortsetzung neu entstandener Freundschaften.
Nach den erfolgreichen Begegnungen in Georgien und Dinslaken sind sich alle Beteiligten einig: Dies war erst der Anfang. Der Austausch soll in den kommenden Jahren fortgeführt werden und die Verbindung zwischen dem Gustav-Heinemann-Gymnasium und seiner georgischen Partnerschule weiter stärken.


