Medienscouts
Cybermobbing, Gewaltvideos auf dem Smartphone, das unerlaubte Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Fotos und Videos oder die Nutzung von künstlicher Intelligenz – die Medienwelt bietet Kindern und Jugendlichen viele Möglichkeiten, bringt aber auch Herausforderungen und Risiken mit sich. Medien gehören heute selbstverständlich zum Alltag junger Menschen und machen auch vor der Schule nicht Halt.
Umso wichtiger ist es, Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, Medien sicher, kritisch, verantwortungsvoll und kreativ zu nutzen. Sie sollen nicht nur die Chancen digitaler Medien kennen, sondern auch mögliche Gefahren erkennen und lernen, selbstbestimmt mit ihnen umzugehen.
Ein besonders wirksamer Ansatz ist dabei die sogenannte Peer-Education. Jugendliche lernen häufig besonders gut von Gleichaltrigen, da diese ähnliche Erfahrungen mit digitalen Medien und sozialen Netzwerken machen. Medienscouts können ihre Mitschülerinnen und Mitschüler daher auf Augenhöhe erreichen, beraten und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien sensibilisieren.
Medienscouts am Gustav-Heinemann-Gymnasium
Am Gustav-Heinemann-Gymnasium gibt es bereits die vierte Generation von Medienscouts. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer schulischen Medienarbeit und unterstützen dabei, eine positive, verantwortungsbewusste und kritische Medienkultur an unserer Schule zu fördern.
In verschiedenen Jahrgangsstufen führen die Medienscouts regelmäßig Workshops und Informationsveranstaltungen zu Themen rund um Smartphone, Internet und soziale Medien durch. Dabei greifen sie Fragen und Probleme auf, die für Schülerinnen und Schüler im digitalen Alltag besonders relevant sind.
Projekt „Medienscouts NRW“
Das Projekt „Medienscouts NRW“ wird seit 2012 von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) durchgeführt. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I werden dabei zu Medienscouts ausgebildet. Ihre Aufgabe ist es, jüngere Schülerinnen und Schüler bei Fragen und Problemen rund um die Mediennutzung zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen.
Die Ausbildung umfasst unter anderem Themen wie Social Web, Internet und Internetsicherheit, Smartphone-Nutzung, Künstliche Intelligenz, Computerspiele und Cybermobbing. Darüber hinaus erwerben die Jugendlichen wichtige Kenntnisse in den Bereichen Gesprächsführung, Beratung und Konfliktmanagement.
Begleitend werden an den teilnehmenden Schulen Beratungslehrkräfte qualifiziert, die die Medienscouts bei ihrer Arbeit unterstützen und die Aktivitäten innerhalb der Schule koordinieren. Das Projekt wird schulübergreifend und mit Unterstützung der Kommunen umgesetzt.
Ausbildung am Gustav-Heinemann-Gymnasium
Im Jahr 2026 wurden am Gustav-Heinemann-Gymnasium vier Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 zu Medienscouts sowie drei Lehrkräfte zu Beratungslehrkräften für Medien ausgebildet.
In insgesamt vier Workshops erhielten die Jugendlichen grundlegende Kenntnisse zu den Themen Smartphone, Umgang mit KI, Computerspiele, Internetsicherheit und Cybermobbing. Zusätzlich wurden Gesprächsführung und Konfliktmanagement trainiert, damit sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler kompetent und verantwortungsvoll unterstützen können.
Alle drei Jahre wird eine neue Generation von Medienscouts ausgebildet. Dabei wirken auch ehemalige Medienscouts mit und geben ihre Erfahrungen an die nächste Generation weiter. Auf diese Weise bleibt das Wissen innerhalb der Schule erhalten und die erfolgreiche Medienarbeit kann kontinuierlich fortgeführt werden.
Medienscouts
- Leni Böge
- Mehrsa Hatamiyanjazi
- Lenny Kronen
- Jan Schönborn
- Caspar Baron
- Zoe Bothe
- Narmin Dashdamirova
- Ella Kempmann
- Mathilda Lehnen
- Rosalie Petersen
- Amelie Schäfer
- Hamza Yilmaz
Ansprechpartner:in
- Herr Dr. Binder
- Frau Grunwald
- Herr Spiller